Volkswagen brennt ab, um es wieder aufzubauen

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100.000. Das ist die Zahl der Stellenkürzungen. Global. Bis 2030.

Die Hälfte davon, 50.000 Seelen, verschwinden allein in Deutschland.

Oliver Blume, der Vorstandsvorsitzende, nimmt kein Blatt vor den Mund. Er sagt, es sei eine Notwendigkeit. Der Autoriese schrumpft. Hart.

Die Modellzahl sinkt um fünfzig Prozent. Komplexität im Inneren der Maschinen? Fünfundsiebzig gesunken. Sie entfernen den Lärm.

Erinnern Sie sich an den Porsche Taycan Sport Turismo? Gegangen. Der Jetta? An vielen Stellen gestrichen. Audi hat den A1 und den Q2 bereits getötet. Puff.

Das Ziel sind nicht nur weniger Autos. Es gibt weniger Fabriken, die halb ausgelastet sind.

Der Produktionsschnitt

Bis 2030 wollen sie neun Millionen Autos pro Jahr haben. Nicht zwölf. Nicht einmal zehn. Neun.

Das ist ein Rückgang gegenüber dem Post-Covid-Höchstwert. Die deutschen Werke sind zu etwa 75 % ausgelastet. Sie sind nicht beschäftigt. Bei weitem nicht so viel los, wie die Bücher vermuten lassen.

Die Schließung von Fabriken in Deutschland ist nicht nur eine geschäftliche Entscheidung. Es ist politische Kriegsführung. Die Gewerkschaften haben die ganze Macht. Sie sind hart. Sie sind laut. Beamte hassen die Optik, eine Fabrik in ihrem Bezirk zu schließen.

Aber Blume hat vier Namen im Kopf, die jetzt nicht rauskommen. Zwickau. Emden. Hannover. Neckarsulm.

Für diese vier Standorte können wir keine alternativen Nutzungsmöglichkeiten finden. Sie kosten zu viel.

Zu teuer. Das ist der einzige Grund, der für eine Tabellenkalkulation wichtig ist.

Der chinesische Blickwinkel

Hier ist die Wendung.

Volkswagen spart nicht nur. Es blickt nach Osten. Konkret geht es um den Bau chinesischer Autos in Europa.

Ja, das hast du richtig gelesen.

Der Ausweis. ERA 9X wird möglicherweise auf deutschen oder europäischen Linien eingeführt. Warum? Weil die Marge bei chinesischen Elektrofahrzeugen besser ist als bei ihren traditionellen Verbrennungsmotoren. Sie wollen diese teuren leeren Anlagen für etwas nutzen, das tatsächlich Geld druckt.

Blume sprach mit Auto Express über Partnerschaften mit chinesischen Marken in Europa. Vielleicht noch kein Joint Venture. Er sagte, es gäbe offiziell „keine Gespräche“. Er konzentriert sich auf seine eigenen Produkte.

Vorerst.

Er prahlt auch damit, die Kosten im Vergleich zum Vorjahr um eine Milliarde Dollar gesenkt zu haben. Als Grund nennt er Vereinbarungen von vor zwei Jahren. Aber der wahre Kern der Ersparnisse? Entlassungen. Allein bei der Marke VW wurden bis Ende dieses Jahres 18.000 Stellen abgebaut.

Schwelende Asche

Dies wird als „Neuausrichtung“ bezeichnet. Corporate spricht für wir haben uns geirrt.

Sie wollen sich auf Kernprodukte konzentrieren. Dinge, die dem Kunden nützen. Ein schöner Satz. Aber was es wirklich bedeutet, ist, alles zu harmonisieren. Weniger Plattformen. Eine Softwarearchitektur. Hören Sie auf, parallele Systeme für Audi, Porsche und VW zu entwickeln. Wählen Sie einfach eine aus und machen Sie mit.

Warum jetzt? Die Zölle in den USA tun weh. Chinesische Marken überschwemmen den Markt mit billigerer, besserer Technologie. Die Geopolitik ist instabil.

Im Jahr 2023. Thomas Schaffer sagte, das Dach habe gebrannt.

Jetzt? Er sagt, das Schlimmste sei vorbei. Das Feuer schwelt nur noch.

Aber das Feuer ist nicht mehr auf eine Marke beschränkt. Es breitet sich aus. Von VW über Audi bis Porsche. Die Flammen sind zurück.

Sie fragen sich, ob der Abbau von Arbeitsplätzen dasselbe ist wie das Löschen eines Feuers. Oder einfach nur die Liegestühle auf einem sinkenden Schiff umstellen.

Vielleicht retten es die chinesischen Autos.

Vielleicht auch nicht.

Wer weiß?