Dacia hat schon immer Wert auf Langfristigkeit gelegt. Als Budgetarm von Renault baute die Marke ihren Ruf darauf auf, den Käufern das meiste Auto für das geringste Geld zu bieten. Diese Formel funktioniert. Aber Elektrofahrzeuge? Das ist ein anderes Ballspiel. Der Chef des Unternehmens, Luca de Meo, hat angedeutet, dass ein elektrischer Dacia unumgänglich sei. Der Zeitplan deutete auf etwa 2020 hin und fiel mit der Einführung der CMF-EV-Plattform zusammen, die von der gesamten Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz gemeinsam genutzt wird. Jahrelang hörten wir jedoch nichts Konkretes. Keine Namen. Keine Skizzen. Nur Stille.
Dieses Schweigen könnte nur ein Lockmittel sein.
Von Autoevolution durchgesickerte Bilder deuten darauf hin, dass Dacia bereits Hardware testet. Wir betrachten einen Duster-Prototyp der ersten Generation. Es handelt sich nicht um ein fertiges Verbraucherprodukt. Es ist ein Maultier. Ein Prüfstand. Und es läuft mit Strom.
Testgelände in der Arktis
Die Fotos zeigen das Fahrzeug auf einem zugefrorenen See nahe dem Polarkreis. Warum dort? Denn extreme Kälte belastet Batterien und Elektroantriebe stärker als jedes gemäßigte Klima. Wenn Ihr Elektrofahrzeug Temperaturen unter Null aushält, ohne an Reichweite oder Leistung einzubüßen, kann es eine Pendelfahrt in London oder New York bewältigen.
Am Steuer sitzt Renault Sport. Dieses Detail ist wichtig. Das bedeutet, dass es sich hierbei nicht nur um eine technische Back-Office-Übung handelt. Dies ist ein ernsthafter Leistungstest.
Unter der Karosserie liegt die CMF-EV-Plattform. Zu sehen ist der im Boden montierte Akku. Das Chassis ist versteift. Die Federung ist wahrscheinlich auf Stabilität auf Eis abgestimmt. Aber die Karosserie ist immer noch die des originalen Duster. Nicht die aufgefrischte zweite Generation. Die erste Generation.
Ist das der wahre Deal?
Ist das also der Dacia-Elektro-SUV, auf den wir gewartet haben? Irgendwie. Aber nicht genau.
Dieser Prototyp ist keine Vorschau auf ein Massenmarktmodell. Es ist ein rollendes Labor. Dacia muss die CMF-EV-Architektur unter Zwang validieren. Wenn sie es schaffen, dass dieser elektrische Duster die Arktis übersteht, wissen sie, dass die Plattform robust ist. Sie wissen, dass das Batteriemanagementsystem funktioniert. Sie wissen, dass die Motoren nicht ausfallen, wenn es kalt wird.
Aber fangen Sie nicht damit an, einen zu kaufen. Dies ist kein Verbraucherauto. Es ist ein Proof of Concept. Eine Möglichkeit, die Komponenten zu zerkleinern, bevor sie in Serienfahrzeuge anderer Marken des Konzerns gelangen. Oder vielleicht, nur vielleicht, es ist ein Sprungbrett.
Dacia hat nichts bestätigt. Sie bleiben ruhig. Aber die Beweise häufen sich. Die Räder drehen sich. Und sie geraten auf Eis.
„Das Schweigen um Dacias EV-Pläne könnte nur ein Lockmittel sein.“
Die Frage ist nun, wie lange dieses Schweigen anhalten wird. Wer bekommt das Auto, wenn sich die Plattform bewährt hat? Dacia? Renault? Oder bekommt die Budgetmarke endlich ihr eigenes Stück vom Elektroauto-Kuchen ab? Wir werden es nicht genau wissen, bis die nächste Phase beginnt. Aber eines ist klar. Dacia beobachtet nicht nur die elektrische Revolution. Sie testen mittendrin.

Electric Duster macht sich bereit für Eisrennen
Renault Sport, die Performance-Abteilung, hat einen Duster-Prototyp in seiner Garage. Das ist kein Zufall. Dies deutet darauf hin, dass die Marke auf einen elektrischen Einstieg für die Trophée Andros hinarbeitet. Dacia fährt dort seit Jahren Rennen auf Eis. Jetzt könnten sie bereit sein, das Netz zu elektrifizieren.
Die Bilder erzählen die Geschichte. Dies ist kein Showroom-Modell. Es verfügt über einen vollständigen Sicherheits-Überrollkäfig. Schalensitze halten den Fahrer bei Rutschen mit hohem G fest im Sitz. Die Motorhaube verfügt über Schnellverschlüsse für schnelle Boxenstopps. Die Bremsleistung ist ernst. Vorne gibt es große Brembo-Bremssättel. Alpine-Bremssättel übernehmen die Hinterachse. Bei diesem Setup steht die Konsistenz über dem reinen Bremsweg. Bei Eisrennen geht es um Kontrolle.
Warum Andros für die Elektrifizierung wichtig ist
Ab der Saison 2020 will Dacia in dieser Serie ein Elektroauto mit Allradantrieb einsetzen. Der Trophée Andros eignet sich perfekt zur Präsentation des EV-Drehmoments. Elektromotoren liefern sofortige Leistung. Das ist auf rutschigem Untergrund ein enormer Vorteil.
Dieser Prototyp dient wahrscheinlich als Technologiedemonstrator. Es gibt eine Vorschau auf Funktionen für ein zukünftiges Serienfahrzeug. Die Integration von Hochleistungsbremsen und AWD-Systemen lässt erahnen, was ein straßenzugelassener EV Duster bieten könnte. Der Rennwagen ist im Wesentlichen ein rollendes Labor.
Die Zukunft des Eisrennens
Die Umstellung auf Elektro verändert die Dynamik. Es ist ruhiger. Die Beschleunigungskurve ist unterschiedlich. Dennoch bleibt die Fähigkeit, die erforderlich ist, um einen schweren SUV auf Eis zu gleiten, unverändert. Dacia setzt auf diesen Übergang. Sie beweisen, dass elektrische Antriebe auch extremen Bedingungen standhalten können.
Beobachten Sie diesen Bereich. Die vollständigen Wettbewerbsspezifikationen folgen.

























