Sie müssen keinen Supersportwagen mehr kaufen, um einen zu fahren. Wenn Sie über das nötige Geld und ein Smartphone verfügen, können Sie jetzt einen leistungsstarken Porsche oder SUV buchen und ihn in Ihrer Einfahrt erscheinen lassen. Porsche testet ein neues Abonnementmodell namens Porsche Passport, das im November 2017 auf den Markt kommt. Es richtet sich an die wachsende Bevölkerungsgruppe, die Zugriff dem Besitz vorzieht. Das Pilotprogramm startet in Atlanta, wo Benutzer ihren täglichen Fahrer gegen etwas schärferes, schnelleres oder einfach anderes austauschen können.
So funktioniert das Porsche Passport-Abo
Der Einstiegspunkt ist die Stufe „Essentials“. Für 2.000 $ im Monat erhalten Sie Zugang zu acht spezifischen Porsche-Modellen. Du wählst eines aus. Es kommt zu Ihnen nach Hause. Du fährst es einen Monat lang. Wenn Sie mehr Abwechslung wünschen, können Sie für 3.000 $ pro Monat auf die Stufe „Premium“ upgraden. Dadurch wird der On-Demand-Zugriff auf 22 verschiedene Modellvarianten der gesamten Porsche-Palette freigeschaltet. Innerhalb dieses monatlichen Zyklus können Sie das Auto so oft tauschen, wie Sie möchten.
Den ganzen lästigen Papierkram erledigt Porsche. Versicherung, Registrierung, Steuern, Wartung, Detaillierung und Pannenhilfe sind in dieser monatlichen Gebühr gebündelt. Die Kilometerzahl ist unbegrenzt. Dies ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal. Herkömmliche Leasingverträge bestrafen hohe Kilometerleistungen. Porsche Passport nicht. Sie können auf der Autobahn Vollgas geben oder Nebenstraßen befahren, ohne auf den Kilometerzähler zu achten.
Die Einstiegshürde ist finanziell gesehen niedrig, aber Sie müssen sich engagieren. Es fällt eine Einrichtungsgebühr von 500 $ an. Sie müssen eine Zuverlässigkeitsüberprüfung bestehen. Und Sie benötigen ein stabiles Einkommen, um die monatliche Rechnung zu decken. Es handelt sich nicht um eine Vermietung. Es handelt sich um ein wiederkehrendes Abonnement.
„Es gibt da draußen eine Zielgruppe, die nicht so sehr daran interessiert ist, ein Auto zu besitzen, sondern vielmehr daran, ein Auto zu nutzen.“
— Klaus Zellmer, Präsident und CEO von Porsche North America
Warum Porsche auf Zugang statt Eigentum setzt
Klaus Zellmer, CEO von Porsche Nordamerika, sagt, die Idee sei aus der Beobachtung gesellschaftlicher Trends entstanden. Menschen, insbesondere jüngere Bevölkerungsgruppen, entfernen sich von der Idee eines einzigen Fahrzeugs fürs Leben. Sie wollen Flexibilität. Sie wollen im Sommer ein Cabrio und im Winter ein SUV fahren. Sie wollen den neuen 911 GT3 ausprobieren, ohne einen Dreijahresvertrag abzuschließen.
Das Programm ist ein Pilotprojekt. Wenn es den traditionellen Vertrieb kannibalisiert, wird Porsche es töten. Wenn dadurch die Markentreue bei Nutzern gestärkt wird, die sich einen Porsche möglicherweise nicht leisten können, könnte dies bahnbrechend sein. Es macht aus einem Luxuskauf eine Dienstleistung. Es senkt die psychologische Eintrittsbarriere. Sie kaufen keine Verbindlichkeit. Sie mieten ein Erlebnis.
Wer macht das sonst noch?
Porsche ist nicht die einzige Luxusmarke, die Abonnements erkundet. Cadillac hat 2017 einen ähnlichen App-basierten Dienst im Großraum New York eingeführt. Die Kosten betragen 1.500 US-Dollar pro Monat. Es bietet eine Reihe von Cadillac-Modellen an, von der Limousine bis zum SUV. Es richtet sich an die gleiche städtische Berufsgruppe.
Dann gibt es noch Revolve. Dieser Service verfolgt den Mehrmarkenansatz. Für 2.000 US-Dollar pro Monat erhalten Sie Zugang zu einer Flotte, zu der Jaguar, Tesla, BMW, Mercedes-Benz, Audi, Land Rover, Cadillac, Maserati und Porsche gehören. Der Haken ist das Engagement. Sie müssen sich für ein bis vier Monate anmelden. Revolve bedient derzeit nur die Region Südflorida. Es ist weniger flexibel als Porsche Passport, das monatliche Änderungen ermöglicht, bietet aber eine größere Markenvielfalt.
Die Abonnementwirtschaft boomt
Diese Verschiebung spiegelt einen größeren Trend wider. Abo-Boxen gibt es überall. Allein in den USA gibt es mehr als 2.000 verschiedene Abonnementdienste. Sie reichen von Damenbekleidung und Herrenrasierern bis hin zu Hundeleckerlis und Spielzeug. Autos sind nur die nächste Grenze.
Die Logik ist einfach. Verbraucher haben genug von Wartung, Wertverlust und langfristigen Verpflichtungen. Sie wollen Bequemlichkeit. Sie wollen es ausprobieren, bevor sie kaufen. Oder vielleicht wollen sie einfach nur fühlen

























