Die Automobilindustrie orientiert sich wieder an physischen Tasten und Wählscheiben, da Autofahrer sich gegen Touchscreen-lastige Innenräume wehren. Die BMW Group, einschließlich Mini, balanciert zwischen digitalen Displays und taktilen Bedienelementen und ist sich bewusst, dass eine übermäßige Abhängigkeit von Bildschirmen das Fahrerlebnis und die Markenidentität beeinträchtigt.
Die Gegenreaktion gegen Touchscreens
Aufgrund der Popularität von Smartphones wie dem iPhone setzten Autohersteller zunächst auf große, zentrale Touchscreens. Die Idee bestand darin, jüngere, technikaffine Käufer anzusprechen. Kunden waren jedoch schnell frustriert über die Ablenkung und Unbequemlichkeit, die die Steuerung grundlegender Funktionen über Menüs statt über physische Tasten mit sich bringt. Audi, Hyundai und Volkswagen haben bereits reagiert, indem sie auf Kritik taktile Bedienelemente wieder eingeführt haben.
Minis Ansatz: Eine Mischung aus Digital und Analog
Der neue Designchef von Mini, Holger Hampf, betont, wie wichtig es sei, die richtige Balance zu finden. „Wenn man zu digital agiert, verliert man den Bezug oder den Charakter, für den die Marke bekannt ist“, so Hampf. Die Marke beabsichtigt, ihren charakteristischen runden OLED-Touchscreen (9,4 Zoll) beizubehalten und gleichzeitig sicherzustellen, dass wichtige Funktionen weiterhin über physische Bedienelemente zugänglich sind.
„Es ist von größter Bedeutung, eine gute Balance zwischen Digitalität und analogem Erlebnis zu finden.“
Warum das wichtig ist
Der Wandel spiegelt die wachsende Erkenntnis wider, dass Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit wichtiger sind als die Jagd nach dem neuesten Technologietrend. Eine übermäßige Abhängigkeit von Touchscreens zwingt Fahrer dazu, den Blick länger von der Straße abzuwenden, was das Unfallrisiko erhöht. Darüber hinaus bieten taktile Bedienelemente eine intuitivere und direktere Möglichkeit, wichtige Fahrzeugfunktionen wie Klimaanlage und Audiolautstärke zu bedienen.
Die Zukunft der Automobilschnittstellen
Mini plant, seine digitale Schnittstelle zu verfeinern und gleichzeitig das einzigartige Design seines runden zentralen Displays zu feiern. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass die aktuelle Bildschirmgröße ideal ist, und zukünftige Verbesserungen werden sich auf die Kombination digitaler Interaktionen mit physischem Feedback konzentrieren. Dieser hybride Ansatz wird sich wahrscheinlich häufiger durchsetzen, da andere Hersteller erkennen, dass ein Gleichgewicht zwischen Technologie und Benutzerfreundlichkeit für die Kundenzufriedenheit entscheidend ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Automobilindustrie auf reale Fahrbedürfnisse reagiert. Die Rückkehr taktiler Bedienelemente ist nicht nur eine Frage der Präferenz; Es geht darum, Fahrzeuge sicherer, intuitiver und angenehmer zu fahren.
























