Autostadt erkunden: VWs Museumsführer Wolfsburg

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Wolfsburg stellt nicht nur Autos her. Es lebt sie.

Am Fuße des riesigen Volkswagen-Werks steht die Autostadt. Betrachten Sie es weniger als ein Museum, sondern eher als einen autobesessenen Themenpark. Das Gelände erstreckt sich über 70 Hektar und ist ein Spielplatz für Getriebene. Sieben Pavillons, die jeweils einer bestimmten Marke unter dem Dach des VW-Konzerns gewidmet sind, säumen das Gelände. Dort befindet sich der Eingang zum GroupForum. Es gibt das Zeithaus, das sich ausschließlich auf Automobildesign konzentriert. Jährlich besuchen rund zwei Millionen Besucher die Seite. Sie kommen, um zu lernen. Sie kommen, um die Geschichte zu berühren.

Aber die Sammlung beschränkt sich nicht auf Abzeichen, die Sie von Ihrem täglichen Weg zur Arbeit kennen. Tatsächlich haben einige der faszinierendsten Exponate überhaupt nichts mit Volkswagen zu tun. Das Lineup ist vielseitig. Es ist seltsam. Es ist brillant.

Lassen Sie uns die Highlights durchgehen.

Die Bubble-Car-Ära

Das Scrollen durch ein Archiv obskurer Automobilgeschichte scheint vielleicht nicht Ihr idealer Samstag zu sein, aber haben Sie schon einmal ein dreirädriges Seifenblasenauto gesehen? Lernen Sie den Messerschmitt/FMR KR200 kennen.

Die Markteinführung erfolgte erstmals im Jahr 1955. Damals durfte Messerschmitt aufgrund von Nachkriegsbeschränkungen keine Flugzeuge bauen. Stattdessen bauten sie winzige Autos. Als das Verbot des Flugzeugbaus aufgehoben wurde, verkaufte Messerschmitt die Rechte an dem Design. FMR übernahm die Flaute und produzierte bis 1964 Einheiten.

Man schaut sich dieses Ding nicht nur an. Du bewohnst es. Es ist eine Blase auf Rädern.

Das lange Leben des Käfers

Dann ist da noch der Käfer. Jeder kennt den Käfer. Aber nur wenige wissen, wie man seine gesamte Existenz zwischen zwei Metallkästen auf diesem speziellen Rasen einrahmen kann.

Auf der einen Seite: ein Prototyp von 1938. Roh. Früh. Der Anfang. Auf der anderen Seite: der letzte jemals produzierte Käfer. Ein Modell aus dem Jahr 2003, das in Mexiko vom Band lief. Es war die letzte Einheit. Emissionsgesetze geändert. Die Regeln wurden strenger. Der Käfer könnte in dieser Form legal nicht mehr existieren. Die Produktion wurde beendet.

Zwei Autos. Vierundsechzig Jahre auseinander. Seite an Seite stehen im Zeithus. Es ist ein Beweis für Langlebigkeit. Der Typ 1 hält den Rekord für das am längsten produzierte Einzelmodell der Geschichte. Kein Wettbewerb.

Die elektrische Zukunft (mit einer Wendung)

Apropos Ausdauer: VW kehrt zurück. Der klassische Typ-2-Transporter kehrt zurück.

Der Typ 2, der auch als Kombi, Microbus oder einfach nur „Camper Van“ bekannt ist, kam 1950 auf den Markt. Er ist ein zeitloser Designklassiker. Und ja, der kommende Elektro-ID Buzz verdankt diesem Blech seine Seele.

Ein konkretes Beispiel im Museum hat eine skurrile Hintergrundgeschichte. Es trägt das Markenzeichen von Sinalco. Dies ist ein deutsches Limonadengetränk aus dem Jahr 1902. Es ist nach wie vor eine der meistverkauften Limonaden des Landes. Warum der Name? Es kommt von einer lateinischen Abkürzung: sine Alcohol, was „kein Alkohol“ bedeutet. Eine sprudelnde, alkoholfreie Anspielung auf ein klassisches Fahrgeschäft.

Jenseits des Abzeichens

Man würde nicht erwarten, einen Benz in einem VW-Museum zu finden, und doch ist er da.

Im Zeithaus – einem Raum, der ausdrücklich der Weiterentwicklung des Autodesigns gewidmet ist – steht ein Benz Velo Cabrio aus dem Jahr 1899. Es ehrt Karl Benz (1844–1929). Der Pionier. Der Mann, der im Grunde das Auto erfunden hat.

Diese Aufnahme beweist, dass die Autostadt nicht nur ein Schrein für ein einzelnes Unternehmen ist. Es ist ein Schrein der Maschine.

Und dann sind da noch die Porsche.

Gehen Sie durch das Gelände und Sie werden sie entdecken. Klassische Porsches, eingehüllt in Glasboxen, geschützt vor Regen, Sonne und Zeit. Unter ihnen sitzt ein Porsche 911. Atemberaubend. Konserviert. Ich warte darauf, dass jemand fragt: „Wie bleibt ein Ort wie dieser so relevant?“

Die Antwort ist einfach: Weil die Autos nie stehen bleiben, auch wenn sie geparkt sind.