Die bevorstehende Pay-per-Mile-Steuer der britischen Regierung für Elektrofahrzeuge (EVs) und Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEVs) steht bereits vor einer großen Hürde: leicht verfügbare, illegale Kilometerblocker. Diese Geräte, die den Kilometerzähler eines Autos einfrieren können, ermöglichen es Fahrern, die neue Abgabe, die im April 2028 in Kraft treten soll, zu umgehen oder zu reduzieren. Die Steuer soll entgangene Kraftstoffsteuereinnahmen ausgleichen, wenn mehr Autofahrer auf Elektrofahrzeuge umsteigen. Sie berechnet 3 Pence pro Meile für Elektrofahrzeuge und 1,5 Pence pro Meile für PHEVs und basiert auf der selbst gemeldeten jährlichen Kilometerleistung.
Der Aufstieg der Kilometersperre
Kilometerblocker sind nicht neu. Diese Geräte wurden ursprünglich für den Einsatz bei Fahrzeugtests oder -entwicklungen vermarktet und verhindern, dass Kilometerdaten von der elektronischen Steuereinheit (ECU) oder dem Zündschlüssel eines Autos aufgezeichnet werden. Der Verkauf der Geräte ist zwar legal, die Nutzung eines Fahrzeugs mit eingebautem Blocker auf öffentlichen Straßen jedoch nicht. Trotzdem steigt die Nachfrage.
Laut einer Untersuchung von Autocar kaufen und installieren wöchentlich Hunderte von Fahrern und Unternehmen diese Blocker, vor allem, um Kilometerstrafen am Ende von PCP- oder Leasingverträgen zu vermeiden. Der Markt hat sich schnell um Elektrofahrzeuge und PHEVs erweitert, wobei Blocker inzwischen für viele beliebte Modelle verfügbar sind. Lieferanten behaupten, die Geräte seien einfach zu installieren, aber schwer zu erkennen, was die Durchsetzung schwierig mache.
Wachsende Besorgnis über den Gebrauchtwagenmarkt
Die Benutzerfreundlichkeit und die Schwierigkeit bei der Erkennung geben Anlass zu größeren Bedenken. Eine zunehmende Zahl von Fahrzeugen, die zuvor mit einer Kilometersperre ausgestattet waren, könnte ohne Wissen der derzeitigen Besitzer auf den Gebrauchtwagenmarkt gelangen, was die Zahl der bereits im Umlauf befindlichen getakteten Autos weiter in die Höhe treibt. Dies stellt ein Risiko für Käufer dar und untergräbt die Integrität der Daten zur Fahrzeughistorie.
Breite Verfügbarkeit und schnelle Erweiterung
Ein Autocar -Reporter, der sich als Kunde ausgab, kontaktierte einen führenden Blocker-Lieferanten und bestätigte dessen Bereitschaft, ein Gerät für einen Volkswagen ID 3 2022 zu verkaufen. Der Verkäufer gab bekannt, dass das Unternehmen etwa 750 Blocker pro Monat verkauft (500 an den Einzelhandel, 250-300 an den Handel), wobei jeden Monat neue Modelle verfügbar werden.
„Unser Lieferant in Deutschland hat gerade den VW Passat nach 2024 geknackt und hofft, in den nächsten Monaten auch den Rest der VW-Reihe 2024 geknackt zu haben“, erklärte der Verkäufer. „Außerdem sind sie gerade dabei, die Entwicklung von Blockern für Omoda-, Jaecoo- und Chery-Fahrzeuge abzuschließen.“
Die rasche Ausweitung der Verfügbarkeit von Blockern deutet darauf hin, dass das Pay-per-Mile-System der Regierung erheblichen Umgehungen ausgesetzt sein könnte, was möglicherweise seine Wirksamkeit untergräbt. Das Problem wirft ernsthafte Fragen darüber auf, wie die eVED-Steuer durchgesetzt wird und ob sie ihre beabsichtigten Einnahmenziele erreichen wird.


























