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DUI-Fälle in Tennessee abgewiesen: Nüchterne Fahrer zu Unrecht verhaftet

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Staatsanwälte in Tennessee haben 41 DUI-Fälle im Zusammenhang mit einem einzelnen Staatspolizisten, Asa Pearl, eingestellt, nachdem Beweise gezeigt hatten, dass viele Fahrer entweder innerhalb der gesetzlichen Grenzen oder völlig nüchtern waren. Diese Enthüllung erfolgt vor dem Hintergrund allgemeiner Besorgnis über rechtswidrige Festnahmen wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss im ganzen Land, wobei Daten darauf hindeuten, dass das Problem weit über Tennessee hinausgeht.

Der Fall des Soldaten Asa Pearl

Zwischen 2021 und 2024 führte Trooper Pearl zahlreiche Festnahmen wegen Trunkenheit am Steuer durch, aber Untersuchungen ergaben, dass mindestens acht dieser Fahrer sowohl auf Alkohol als auch auf Drogen negativ getestet wurden. Ron LaFlamme, einer dieser Fahrer, beschrieb seine Festnahme als „unrechtmäßig“, nachdem ein Nüchternheitstest ihn später freigesprochen hatte. Pearl trat 2024 aus der Tennessee Highway Patrol aus, ohne dass in seiner Personalakte ein offizieller Grund angegeben wurde. Anfragen nach Kommentaren sowohl von Pearl als auch von der Abteilung bleiben unbeantwortet.

Weitverbreitetes Problem: Festnahmen wegen Trunkenheit am Steuer trotz negativer Ergebnisse

Die Tennessee Highway Patrol (THP) wurde einer Prüfung unterzogen, weil sie Festnahmen wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss rechtfertigte, selbst wenn Fahrer keine Substanzen in ihrem System hatten. Oberst Matt Perry, THP-Führer, sagte aus, dass alle Festnahmen trotz eindeutiger Laborergebnisse durch Beweise und Indikatoren gestützt würden. Das Problem ist jedoch nicht auf Tennessee beschränkt: WSMV-Untersuchungen ergaben ähnliche Fälle in mindestens 20 anderen Bundesstaaten.

Nüchternheitstests vor Ort: Hohe Falsch-Positiv-Rate

Eine JAMA-Studie aus dem Jahr 2023 zeigt, dass Nüchternheitstests bei nüchternen Personen in 49 % der Fälle fehlschlagen. Die Inkonsistenz ist auf unterschiedliche Nüchternheitsstandards in den verschiedenen Bundesstaaten und die Einschränkungen der aktuellen Testmethoden zurückzuführen. Der einzig sichere Weg, einer Verurteilung zu entgehen, besteht darin, völlig nüchtern zu bleiben und einen Nachweis einer Vergiftung zu verlangen, was oft zunächst eine Verhaftung erfordert.

„Dies ist nicht nur ein Problem in Tennessee – es ist ein systemischer Fehler bei der Beurteilung der Nüchternheit, der zu unrechtmäßigen Verhaftungen im ganzen Land führt.“

Die Abweisung dieser Fälle unterstreicht einen entscheidenden Fehler in der Strafverfolgungspraxis. Bis zur Einführung standardisierter, objektiver Testmethoden besteht weiterhin das Risiko, dass unschuldige Fahrer zu Unrecht beschuldigt werden. Der Vorfall wirft Fragen zur Aufsicht und Rechenschaftspflicht bei der Durchsetzung von Fahren unter Alkoholeinfluss sowie zur Zuverlässigkeit von Nüchternheitstests vor Ort auf.

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