Sony Honda Mobility (SHM) hat zwei auffallend gestaltete Kunstautos vorgestellt – eines in Tokio mit dem japanischen Illustrator Hajime Sorayama und ein weiteres auf der Frieze Los Angeles mit dem Künstler Matt Copson – kurz nachdem Honda drei geplante Elektrofahrzeugmodelle abgesagt hatte. Der Schritt scheint ein bewusster Versuch zu sein, die Begeisterung für die Marke Afeela aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Produktionspläne zurückzufahren.
Sorayamas Chrome Vision
Bei der ersten Zusammenarbeit, die in einem Museum in Tokio zur Feier von Sorayamas Werk enthüllt wurde, handelt es sich um einen verchromten Afeela-Prototyp. Der für seine futuristischen Roboterbilder bekannte Künstler fügte dem Auto ein spezielles Emblem, getönte Scheiben, graue Reifen und blaue Lichter hinzu. Sorayama erklärte, er strebe eine „analoge Sensibilität“ an und sei besonders stolz auf den Moiré-Effekt auf den Rädern.
Copsons High-Visibility-Ansatz
Unterdessen stellte SHM in Los Angeles ein Auto vor, das mit einem stark reflektierenden Material beschichtet war, das den Markierungen von Einsatzfahrzeugen ähnelte. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das aussieht, als wäre es mit im Dunkeln leuchtendem Klebeband überklebt. Begleitet wurde die Ausstellung von Tragetaschen in limitierter Auflage und es ist geplant, sie im Mai erneut auf der Frieze New York zu präsentieren.
Ablenkung oder echtes Engagement?
SHM brachte auch sein erstes Bekleidungsstück auf den Markt – ein schwarzes Siebdruck-T-Shirt im Wert von ¥ 11.000 ($ 69,15) mit mehrschichtigen Tintenmustern der Afeela. Diese Schritte, kombiniert mit den Art-Car-Enthüllungen, deuten auf eine strategische Anstrengung hin, um den Afeela trotz Hondas jüngster Abkündigungen von Elektrofahrzeugen im Blickfeld der Öffentlichkeit zu halten. Es bleibt die Frage, ob es sich hierbei um eine echte Auseinandersetzung mit der Kunstwelt handelt oder um eine gezielte Ablenkung von größeren Geschäftsentscheidungen.
Die Markteinführungen unterstreichen einen Wandel in der Marketingstrategie von SHM, der kulturelle Veranstaltungen und Kooperationen nutzt, um die Sichtbarkeit der Marke bei Anpassung der Produktionspläne zu stärken.
