Die Automobillandschaft verändert sich und chinesische Marken wie Omoda (eine Untermarke von Chery) schlagen große Wellen. Der Omoda 7, ein 4,66 Meter langer Familien-SUV, positioniert sich direkt gegen etablierte Player wie Hyundai Tucson, Volkswagen Tiguan und Renault Austral – allerdings mit einem entscheidenden Vorteil: dem Preis.
Das Wertversprechen: Leistung und Reichweite zu geringeren Kosten
Der Omoda 7 zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er ein Plug-in-Hybrid-Erlebnis (PHEV) ohne Premiumpreis bietet. Das PHEV-Modell verfügt über eine beeindruckende elektrische Reichweite von 56 Meilen, beginnend bei 32.000 £. Dies unterbietet die Konkurrenz deutlich: Ein vergleichbarer Hyundai Tucson PHEV kostet 39.000 £ bei geringerer Reichweite, während der Volkswagen Tiguan eHybrid eine Investition von 43.000 £ für eine etwas längere Reichweite von 75 Meilen erfordert.
Diese aggressive Preisgestaltung ist kein Zufall. Omoda nutzt ein „Super Hybrid System“ (SHS), ähnlich dem e:HEV von Honda, das einen 1,5-Liter-Turbomotor hauptsächlich als Generator nutzt und bei höheren Geschwindigkeiten nahtlos auf Direktantrieb umschaltet. Das Ergebnis ist ein EV-ähnliches Fahrerlebnis mit minimalem Motorgeräusch und sofortiger Leistungsentfaltung. Eine Benzinversion mit 1,6-Liter-Motor für 29.915 £ ist ebenfalls erhältlich.
Leistung und Fahrerlebnis
Besonders hervorzuheben ist die Ausführung des Antriebsstrangs. Der Übergang zwischen Elektro- und Benzinantrieb ist kaum wahrnehmbar und sorgt für ein sanftes und reaktionsschnelles Fahrverhalten. Das regenerative Bremsen kann über den Touchscreen angepasst werden, wobei die sanfteste Einstellung für die natürlichste Verzögerung sorgt. Allerdings ist die Reichweitenanzeige auf dem Fahrerdisplay unzuverlässig und zeigt manchmal die verbleibende Reichweite an, selbst wenn der Motor bereits eingeschaltet ist.
Während die Benzinversion nicht ausführlich getestet wurde, zeigten frühere Chery-Modelle ein raueres Motorgefühl. Ob dies im Omoda 7 berücksichtigt wurde, bleibt abzuwarten. Der PHEV fühlt sich jedoch kultiviert und effizient an. Der reale Kraftstoffverbrauch scheint bei leerer Batterie mehr als 40 MPG zu betragen.
Design und Wettbewerb
Das Design des Omoda 7 ist von etablierten Modellen inspiriert und erinnert mit Elementen an den Lexus RX und den Range Rover Velar. Obwohl es nicht besonders einzigartig ist, ist es solide und funktional. Die wahre Stärke des Fahrzeugs liegt in seinem Wert: Die PHEV-Version beginnt bei 32.000 £ in der Knight-Ausstattung oder 35.000 £ in der Noble-Ausstattung.
Im Vergleich zu Mitbewerbern ist das Omoda 7 preislich günstiger und bietet gleichzeitig eine konkurrenzfähige Reichweite und Leistung. Der Tucson startet bei 33.100 £, der Tiguan bei 38.900 £ und der Renault Austral bei 34.695 £. Der Omoda 7 ist ein überzeugendes Argument für Käufer, die einen gut ausgestatteten PHEV suchen, ohne zu viel auszugeben.
Fazit
Der Omoda 7 ist nicht für Fahrbegeisterte konzipiert, aber er ist ein starker Konkurrent im Familien-SUV-Segment. Sein beeindruckendes PHEV-System in Kombination mit seiner aggressiven Preisgestaltung macht ihn zu einer würdigen Alternative zu etablierten europäischen, koreanischen und japanischen Konkurrenten. Der Omoda 7 beweist, dass chinesische Autohersteller nicht nur in den Markt einsteigen, sondern den Status quo aktiv in Frage stellen.























