Mercedes-Benz bereitet sich auf eine aggressive Produkteinführung vor und plant, allein in den nächsten drei Monaten sieben neue Modelle auf den Markt zu bringen. Dies ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Einführung von 16 Fahrzeugen bis Ende 2024, gefolgt von fast ebenso vielen im Jahr 2027. Der Vorstoß umfasst sowohl Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (ICE) als auch Elektrofahrzeuge (EVs), wobei der Schwerpunkt erneut auf traditionellen Antriebssträngen liegt.
Verbrennungsmotoren bleiben zentral
Trotz der Verlagerung der Branche hin zu Elektrofahrzeugen setzt Mercedes-Benz verstärkt auf ICE-Modelle. Das Unternehmen bereitet ein neues Einstiegsfahrzeug vor, das 2027 die A-Klasse ersetzen soll, allerdings wird es kein Fließheckmodell sein, sondern eine einzigartige Mischung aus Minivan und SUV. Darüber hinaus befinden sich bereits Leistungsvarianten wie der C53 und der GLC 53 mit Sechszylindermotoren in der Entwicklung, was auf eine Strategie zur Rückgewinnung von Kunden hindeutet, die möglicherweise zögerlich waren, auf vollelektrisch umzusteigen.
Elektrofahrzeuge: Facelifts und Neueinsteiger
Die EV-Reihe wird nicht vernachlässigt, aber es stehen Veränderungen an. Facelifts für den EQS und den EQS SUV werden in diesem Jahr erwartet, während der EQE und der EQE SUV in den Ruhestand gehen sollen. Mercedes arbeitet außerdem an einer elektrischen AMG-Superlimousine als Ersatz für das viertürige GT-Coupé und einem speziellen AMG-Elektro-SUV. Bemerkenswert ist, dass sich das Unternehmen von der spaltenden, extrem stromlinienförmigen Designsprache früherer EQ-Modelle entfernt und sich für ein konventionelleres Erscheinungsbild entscheidet.
High-End-Modelle erhalten Updates
Auch Luxussegmente werden Aufmerksamkeit erregen. Das Facelift der Maybach S-Klasse steht unmittelbar nach der Einführung der serienmäßigen Auffrischung der S-Klasse an. Auch beim GLS-SUV steht ein Update an, dicht gefolgt von einer Maybach-Version. Darüber hinaus könnte das G-Klasse Cabriolet oder ein anderes AMG-Modell mit V8-Motor auftauchen.
Kernmodelle: Erfrischt und elektrifiziert
Für die Limousine und den Kombi der C-Klasse sind Facelifts in der Mitte des Zyklus vorgesehen, während der GLC und das GLC-Coupé Aktualisierungen erhalten, die sie an den vollelektrischen GLC anpassen. Am wichtigsten ist, dass die erste vollelektrische C-Klasse für 2026 geplant ist. Auch der GLA der nächsten Generation, sowohl mit Verbrennungsmotor als auch mit Elektroantrieb, wird noch in diesem Jahr aus dem Markt kommen.
Warum das wichtig ist: Mercedes-Benz kalibriert sich neu, nachdem es die Geschwindigkeit der Einführung von Elektrofahrzeugen möglicherweise überschätzt hat. Dieser Schritt zur Stärkung des ICE-Angebots signalisiert einen strategischen Wandel, um eine breitere Verbraucherbasis anzusprechen, die möglicherweise nicht für einen vollständigen Übergang zu Elektroantrieb bereit ist. Der einheitliche Designansatz – Abkehr vom polarisierenden Design der EQ-Serie – ist eine direkte Reaktion auf Kritik und zielt darauf ab, breitere Marktpräferenzen anzusprechen.
Die aggressive Produktoffensive des Unternehmens lässt auf Vertrauen in seine Fähigkeit schließen, wettbewerbsfähig zu bleiben, insbesondere da Konkurrenten wie BMW ihre eigenen Produktpaletten weiter ausbauen. Der Mix aus ICE-, Hybrid- und EV-Modellen stellt sicher, dass Mercedes-Benz sich an sich ändernde Vorschriften und Verbraucheranforderungen anpassen und gleichzeitig seine Position als führender Luxusautomobilhersteller behaupten kann.

























