Jeep sieht sich vor einem Bundesgericht in Utah mit einer Sammelklage konfrontiert, in der behauptet wird, dass die Batterien seiner 4xe-Plug-in-Hybridmodelle – bisher die meistverkauften in den USA – gefährlich defekt seien. In der Klage wird Fiat Chrysler (FCA) vorgeworfen, wissentlich Fahrzeuge mit fehlerhaften Hochvolt-Batteriepaketen von Samsung verkauft zu haben, die Berichten zufolge eine Brandgefahr darstellen und bereits dazu geführt haben, dass einige Fahrzeuge in Brand geraten sind.
Der Kern der Beschwerde
Die Kläger behaupten, dass die 17-kWh-Batterien einen „Separatorschaden“ aufweisen, der zu Überhitzung und potenziellem thermischen Durchgehen führt – ein kritischer Fehlermodus, bei dem sich die Batterie schnell selbst erhitzt und sich entzünden kann. Jeep hat letzten Monat sowohl den Wrangler 4xe als auch den Grand Cherokee 4xe aufgrund veränderter Markttrends und Rückrufe eingestellt. In der Klage wird jedoch behauptet, dass diese Maßnahme die unmittelbaren Sicherheitsbedenken der bestehenden Besitzer nicht berücksichtigt.
Fehlgeschlagene Rückrufe und Frustration des Besitzers
In der Sammelklage wird argumentiert, dass die früheren Rückrufversuche von Jeep wirkungslos waren, wobei FCA zugibt, dass die Korrekturen den zugrunde liegenden Mangel nicht behoben haben. Jeep hatte die Besitzer angewiesen, das Aufladen ihrer Fahrzeuge zu vermeiden und sie aufgrund der Brandgefahr während der Wartezeit auf Reparaturen nicht in der Nähe von Bauwerken zu parken. Diese vorübergehende Maßnahme verärgerte die Eigentümer zusätzlich, die nun eine finanzielle Entschädigung für die Unannehmlichkeiten und die potenzielle Gefahr fordern.
Verzögertes Handeln und finanzielle Motive
In der Klage wird behauptet, dass FCA einen vollständigen Rückruf der 2024 4xe-Modelle absichtlich verzögert hat, um Kosten zu senken, obwohl FCA sich des Batteriedefekts voll bewusst war. Die Kläger argumentieren, dass diese Nachlässigkeit die Eigentümer gefährdet und den Ruf der Marke geschädigt habe. Abgesehen von vagen Hinweisen auf eine Beschädigung des Abscheiders hat FCA die Grundursache des Defekts noch nicht identifiziert.
Das zentrale Argument der Klage ist, dass Jeep defekte Fahrzeuge verkauft und keine dauerhafte Lösung gefunden hat, so dass die Besitzer mit potenziell gefährlichen Autos auf der Strecke bleiben. Diese Klage könnte Jeep dazu zwingen, volle Rückerstattungen oder umfangreiche Reparaturen zu leisten, was sich auf die zukünftige Hybridstrategie der Marke auswirken würde.
Die Klage unterstreicht die Risiken einer schnellen Elektrifizierung, wenn die Batterietechnologie nicht gründlich überprüft wird und Sicherheitsmaßnahmen nicht Vorrang vor kurzfristigen Gewinnen haben.


























