Hyundai baut sein Angebot an Elektrofahrzeugen in Europa energisch aus und plant, in den nächsten 18 Monaten fünf neue Modelle im B- und C-Segment auf den Markt zu bringen. Die Markteinführung beginnt im April mit dem Ioniq 3 Schrägheckmodell, einem direkten Konkurrenten etablierter Konkurrenten wie dem Volkswagen ID 3, Renault Megane und Peugeot e-308.
Ioniq 3: Die Lücke schließen
Der Ioniq 3, der im Rahmen des markanten Concept Three vorgestellt wurde, wird die 400-V-E-GMP-Architektur von Hyundai nutzen – dieselbe Plattform, die auch dem Kia EV4 zugrunde liegt. Diese gemeinsame Grundlage stellt die Kompatibilität der Antriebsstränge und Batterieoptionen sicher, wobei die größte Konfiguration voraussichtlich eine maximale Reichweite von etwa 390 Meilen liefern wird. Die Produktion ist für den Spätsommer im Hyundai-Werk Izmit in der Türkei geplant und positioniert den Ioniq 3 zwischen dem Inster-Supermini und dem Ioniq 5-Crossover, mit einem voraussichtlichen Startpreis von etwa 35.000 £.
Trotz seiner kompakten Größe – vergleichbar mit dem i20, aber mit einem Innenraum ähnlich dem i30 – nutzt der Ioniq 3 seine elektrische Plattform für mehr Platz im Innenraum. Mit dieser Ergänzung erhält Hyundai eine der umfangreichsten Elektrofahrzeugpaletten auf dem Markt, die vom stadtorientierten Inster bis zum neunsitzigen Staria MPV reicht.
Jenseits des Ioniq 3: Eine Multi-Powertrain-Strategie
Der Ioniq 3 ist nur der erste einer Reihe von Markteinführungen. Hyundai beabsichtigt, bis Mitte 2027 zwei weitere Elektrofahrzeuge im B- und C-Segment auf den Markt zu bringen, möglicherweise auch eine Variante im SUV-Stil, die den EV4/EV3-Ansatz von Kia widerspiegelt. Gleichzeitig bereitet Hyundai neben dem Tucson-SUV der nächsten Generation und einem überarbeiteten Bayon-Crossover – beide als reine Hybridfahrzeuge geplant – einen stark überarbeiteten i30-Fließheckmodell mit Hybridoptionen vor.
Diese Strategie spiegelt Hyundais Erkenntnis der schwankenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in ganz Europa wider. CEO Xavier Martinet betonte die Notwendigkeit eines flexiblen Ansatzes mit mehreren Antriebssträngen, um Marktanteile zu halten, und räumte ein, dass das Tempo der Einführung von Elektrofahrzeugen je nach Region erheblich schwankt.
„Elektrifizierung ist das Wort der Stunde, aber welche Elektrifizierung und mit welcher Geschwindigkeit? Das ist die große Frage“, sagte Martinet. „Wir setzen in den nächsten Jahren auf Hybrid- und Elektrofahrzeuge.“
Das umfassendere Ziel von Hyundai besteht darin, sein europäisches Angebot bis zum Jahresende vollständig zu elektrifizieren und dabei das Wachstum der Elektrofahrzeuge mit anhaltenden Hybridangeboten in Einklang zu bringen, um den unterschiedlichen Verbraucherpräferenzen und Marktbedingungen gerecht zu werden. Dieser proaktive Ansatz stellt sicher, dass Hyundai wettbewerbsfähig bleibt, während Europa den Übergang zu nachhaltiger Mobilität bewältigt.
