BYD erweitert erschwingliche Elektrofahrzeuge um LiDAR und intensiviert damit Chinas Auto-Tech-Wettbewerb

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BYD, ein führender Hersteller von Elektrofahrzeugen, wird LiDAR-Sensoren in seine in China verkauften Einstiegslimousinen Seagull und Dolphin integrieren. Dieses Upgrade, das in den jüngsten Zulassungsanträgen offenbart wurde, markiert einen bedeutenden Wandel hin zu fortschrittlichen Fahrerassistenzfunktionen in budgetfreundlichen Modellen – ein Schritt, der den Wettbewerb auf dem sich schnell entwickelnden chinesischen Markt für Elektrofahrzeuge neu gestalten könnte.

Erweiterung autonomer Funktionen

Die Seagull und Dolphin, die im Rahmen des DiPilot 100-Systems von BYD bereits mit einer Reihe von 12 Kameras, 5-Millimeterwellen-Radargeräten und 12 Ultraschallsensoren ausgestattet sind, werden nun optional mit LiDAR ausgestattet sein. Dieser hochpräzise Sensor wird die Umgebungswahrnehmung der Fahrzeuge verbessern und den Weg für anspruchsvollere Fahrassistenzfunktionen ebnen.

Der Zusatz deutet darauf hin, dass BYD den Einsatz seines DiPilot 300-Systems (intern als „God’s Eye B“ bekannt) in diesen Modellen vorbereitet. Der DiPilot 300, der bisher den High-End-Fahrzeugen von BYD und Denza vorbehalten war, nutzt einen von Robosense hergestellten LiDAR mit einer Erkennungsreichweite von 350 Metern.

Die Kraft hinter den Sensoren

Unterstützt wird diese verbesserte Wahrnehmung durch den Nvidia Drive Orin-Chip mit einer Spitzenrechenleistung von 254 TOPS. Dies ermöglicht die Funktion „Navigate On Autopilot“ (NOA) sowohl auf Stadtstraßen als auch auf Autobahnen, was die Einstiegsfahrzeuge von BYD für ihre Preisklasse ungewöhnlich leistungsfähig macht.

Diese Entscheidung ist bemerkenswert; Es ist selten, dass Autohersteller hochpräzise Sensoren und leistungsstarke Prozessoren in Fahrzeuge integrieren, die zwischen 10.000 und 18.500 US-Dollar kosten. Der B10 von Leapmotor gehörte letztes Jahr zu den ersten Anwendern, aber der Schritt von BYD könnte diesen Trend beschleunigen.

Auswirkungen auf den Markt

BYD scheint seinen technologischen Vorsprung strategisch zu nutzen, um die Konkurrenz unter Druck zu setzen. Indem das Unternehmen erweiterte Funktionen auf seine günstigeren Modelle ausdehnt, legt es die Messlatte für andere Hersteller in diesem Segment höher. Dieser Schritt könnte Konkurrenten dazu zwingen, stark in ähnliche Technologien zu investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Modellspezifikationen

Der BYD Seagull ist ein kompaktes Fließheckmodell mit einer Länge von 3780 mm, einem Leergewicht von 1.150–1.240 kg und einem einzelnen Elektromotor mit 60 kW (80 PS). Der größere Dolphin ist 4280 mm lang, wiegt 1.445–1.550 kg und verfügt entweder über einen 100 kW (134 PS) oder 120 kW (161 PS) starken Motor.

Die aktuellen Preise in China liegen zwischen 69.800 und 85.800 Yuan (10.000 bis 12.285 US-Dollar) für den Seagull und 99.800 bis 129.800 Yuan (14.290 bis 18.585 US-Dollar) für den Dolphin.

Die Integration von LiDAR in diese budgetfreundlichen Modelle signalisiert einen breiteren Trend in der chinesischen Automobilindustrie: Fortschrittliche Technologie ist nicht mehr nur Luxusfahrzeugen vorbehalten. Dieser Schritt von BYD wird wahrscheinlich den Wettbewerb intensivieren und die Entwicklung autonomer Fahrfunktionen in allen Segmenten beschleunigen.