Bugatti dachte über eine endgültige, noch extremere Version des Veyron nach, bevor der Chiron auf den Markt kam, stellte das Projekt jedoch letztendlich auf Eis. Das geplante Upgrade mit dem Namen „MegaWatt Veyron“ hätte 1.341 PS geliefert – was dem damaligen One:1 von Koenigsegg entsprach.
Warum der MegaWatt verschrottet wurde
Bugattis Designchef Frank Heyl enthüllte die Pläne für ein Facelift des Veyron als Abgesang. Der W16-Motor sollte eine deutliche Leistungssteigerung von 158 PS gegenüber der leistungsstärksten Veyron-Variante erhalten. Das Ziel bestand darin, Koenigsegg zu schlagen, doch interne Entscheidungen führten zu einem anderen Weg.
Der wahre Grund, warum Bugatti den MegaWatt Veyron abgesagt hat, stammt von seinem ehemaligen CEO, Ferdinand Piëch. Er wollte, dass der Veyron Super Sport 279 mph (450 km/h) erreicht, was eine weitere Steigerung auf 1.479 PS erforderte. Die Komplexität erwies sich als zu groß, sodass Bugatti lieber darauf wartete, bis der Chiron dieses Leistungsniveau erreichte.
Der Chiron übernimmt
Der Chiron übertraf schließlich Piëchs Vision und erreichte in der Super Sport-Ausführung 1.578 PS. Auf der Teststrecke Ehra-Lessien erreichte der Chiron Super Sport im Jahr 2019 304 mph (490 km/h), obwohl die Serienmodelle aufgrund von Reifenbeschränkungen auf 273 mph (440 km/h) begrenzt waren.
Bugatti verzichtete zunächst auf Geschwindigkeitsrekorde, hat aber seitdem unter CEO Mate Rimac seine Haltung geändert. Es besteht nun die Möglichkeit eines weiteren Rekordversuchs, möglicherweise mit dem Ziel 500 km/h (310 mph) mit dem neuen V16-Tourbillon.
Die Zukunft der Geschwindigkeit
Die nächste Herausforderung für Bugatti besteht darin, einen geeigneten Austragungsort für Rekordfahrten zu finden, da Ehra-Lessien nicht mehr erreichbar ist. Zu den Optionen gehören das Johnny Bohmer Proving Grounds in Florida oder gesperrte Autobahnabschnitte wie der Highway 160 in Nevada, wo Koenigsegg Rekorde aufstellte.
Der Veyron bleibt eines der einflussreichsten Autos seiner Zeit, stellte mehrere Rekorde auf und festigte seinen Platz in der Automobilgeschichte. Bugattis Hommage an Piëchs Vermächtnis legt nahe, dass die Ausweitung der Geschwindigkeitsgrenzen weiterhin Priorität hat und der Tourbillon möglicherweise das nächste Fahrzeug wird, das 500 km/h überschreitet.
Ohne Piëchs unermüdliches Streben nach automobiler Exzellenz hätte der Veyron seinen Höhepunkt nicht erreicht. Der nächste logische Schritt besteht darin, das Tourbillon auf 500 km/h zu bringen, als würdige Hommage an seine Vision.

























